Faszination Stadion!
Man kann wohl ohne Zweifel behaupten das von Fußballstadien eine Faszination aus geht, die sehr viel weiter reicht als
das eigentliche Fußball-Spiel selbst.
Stadien sind Orte der Erinnerung!
Die Stadien entwickeln sich weiter, werden umgebaut, umbenannt, beherbergen die Erinnerung an glorreiche Siege sowie bittere
Niederlagen und erwachen jedes mal zu eigenem Leben, wenn sich die Reihen mit Menschen füllen.
Ganze Zeitphasen lassen sich an deutschen Stadien ablesen: Da ist der klassische Vereinsplatz der Anfangsjahre,
da sind die Volksstadien und -parks der 20er Jahre, die wuchtig-trutzigen Sportstätten der NS-Zeit, die
"Trümmerstadien" als Symbol des Wiederaufbauwillens nach Ende des 2.Weltkriegs, schließlich die
"erste Stadion-Revolution", deren Auslöser die WM 1974 war, und nun das Wettrennen von Städten und Klubs
hinsichtlich multifunktionaler High-Tech-Arenen.(Werner Skrentny, Das große Buch der deutschen Fußballstadien)
"Für viele Fußballfans ist das Fußballstadion der Ort, wo sie sich am häufigsten Aufhalten - von der Wohnung
und dem Arbeitsplatz mal abgesehen. Vielleicht ist es die letzte Verbindung zu ihrer Kindheit, mit ihren Eltern oder einer Gegend,
in der sie aufgewachsen sind."
Der Autor Simon Inglis ("The Football Grounds of England and Wales")
Stadien als Sehenswürdigkeiten?!
"Das Stadion des Gegners ist für viele Fans der einzige Eindruck, den sie von einer fremden Stadt erhalten.
Mönchengladbach reduziert sich für viele auf den "Bökelberg", Bielefeld auf die "Alm" und Kaiserslautern
auf den "Betzenberg" (Dietrich Schulze-Marmeling)
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